Dyskalkulie

Bei Dyskalkulie handelt es sich um eine Störung beim Erlernen des Rechnens. Betroffen sind etwa 1 % aller Kinder. Kinder, die an einer Rechenschwäche leiden, können im Mathematikunterricht oft schon am Ende der ersten Klasse nicht mehr richtig folgen. Grundlegende mathematische Fertigkeiten werden verwechselt oder gar nicht durchschaut. Viele der oft sehr intelligenten Kinder retten sich im Mathematikunterricht durch Auswendiglernen und andere Kompensationsstrategien. So wird eine Dyskalkulie leider oft erst sehr spät als solche erkannt. Für eine erfolgreiche Förderung, die dem Kind so bald wie möglich wieder das Arbeiten am aktuellen Schulstoff ermöglicht, ist ein frühzeitiger Förderbeginn sinnvoll.

Hinweise auf eine Dyskalkulie:

  • Probleme bei der Mengenerfassung
  • Rechenaufgaben werden nur zählend gelöst
  • Probleme beim Weiterzählen
  • Probleme, rückwärts zu zählen
  • Vertauschen von Rechenarten
  • Probleme beim Aufteilen von Zahlen bis 10 ( z. B. 7=3+4, 8= 5+3 )
  • Analogien können nicht hergestellt werden (3+2=5, also ist 13+2=?)
  • Probleme beim Zehnerübergang
  • Probleme mit der 0
  • Die Stellenwerte werden nicht beachtet

Diagnostik und Training

Die Diagnostik bei Dyskalkulie besteht aus einem quantitativen und einem qualitativen Teil. Mit Hilfe eines Rechentests wird zunächst herausgefunden, in welchen Bereichen das Kind Schwierigkeiten hat (quantitativ). Darauf aufbauend ist es jedoch unabdingbar zu ermitteln, auf welche Weise die Fehler zustande kommen (qualitativ). Durch die Methode des lauten, erklärenden Rechnens können falsche Rechenstrategien aufgedeckt werden. Diese bilden den Ausgangspunkt der Förderung und werden Schritt für Schritt durch richtige Rechenstrategien ersetzt.

Das Training findet als Einzeltraining statt.
Für nähere Informationen zu Ablauf und Aufbau der Förderstunden stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!